Bericht vom 18.02.2015 aus dem Echo Online

Gut bestücktes Warenhaus auf Zeit

Basar – Pausenhalle der Groß-Gerauer Martin-Buber-Schule wird zur Fundgrube für Kinderkleider und Spielsachen

Gut besucht war der Kinderkleider- und Spielzeugbasar in der Martin-Buber-Schule.  Foto: Alexander Heimann
Gut besucht war der Kinderkleider- und Spielzeugbasar in der Martin-Buber-Schule.       Foto: Alexander Heimann

Gut sortierte Ware, nette Beratung und erfahrene Organisatoren: Das Verkaufsmanagement beim 40. Kinderkleider- und Spielzeugbasar in der Martin-Buber-Schule war perfekt.
GROSS-GERAU.

320 Anbieter gut erhaltener Kindersachen trugen dazu bei, dass der Basar in der Martin-Buber-Schule (MBS) am Samstag hervorragend bestückt war. Die breite Palette der Auslagen in der Pausenhalle reichte vom kuscheligen Babymützchen bis zur legeren Teenagerjacke, von Kinderbüchern und Spielen bis zu Tretrollern und Kinderwagen.

Silvana Hoensch, Mitorganisatorin des Basars, sagt: „Kinder wachsen schnell und Eltern haben dann jede Menge neuwertiger Kleidung und Spielzeug zuhause. Doch eine Limitierung auf maximal 30 Artikel pro Anbieter ist notwendig, damit unser Basar nicht aus den Nähten platzt.“ 30 Helfer gehören zum Team, das den 1995 initiierten Kinderkleider- und Spielzeugmarkt zweimal jährlich zur beliebten Fundgrube gemacht hat. Am Samstag freuten sich das Team und seine Kunden über die 40. Auflage seit Gründung.

„Initiatorin war Janette Hahn, die noch immer aktiv ist. Damals startete der Basar unter Federführung junger Mütter in der Versöhnungsgemeinde. Später waren wir in der Nordschule, nach Renovierung der Pausenhalle der MBS siedelten wir dank dem Beistand von Ex-Schulleiter Heiner Friedrich hierher um“, erzählt Hoensch. Viele Eltern mit schmalem Geldbeutel kaufen hier gern ein. „Wen wundert’s, dass die Nachfrage wächst? Ein T-Shirt, das sonst 15 Euro kostet, gibt’s hier für einen Euro“, veranschaulicht Silvana Hoensch.

Mit jedem Basar kommen außerdem zwei bis drei Kindergärten, Schulen oder Schulfördervereine in den Genuss, sich kostenfrei Bücher, Spiele oder auch Lätzchen für die U-3-Betreuung aus dem Sortiment auszuwählen. „Diesmal sind es die Kindertagesstätten Am Mühlbach und Grüner Weg, zudem die Bücherei der Prälat-Diehl-Schule. Die Institutionen sind immer sehr dankbar dafür“, so Hoensch.

Das Konzept der Basarfrauen, zu denen sich nach und nach auch Männer gesellt haben – zum Beispiel Homepage-Experte Thorsten Klepper –, zeugt von Managementtalent. Einkaufsspaß für Kunden beinhaltet allerdings für die Organisatoren mehr als die Präsenz während der öffentlichen Verkaufszeit: Von Freitagmittag bis Samstagabend sind sie auf den Beinen. Hoensch: „Die Anbieter melden sich bei uns an, legen eine Liste ausgepreister Waren vor und bringen alles im Korb zur MBS. Das Basarteam sortiert ein, übernimmt den Verkauf. Pro Nummer wird abgerechnet und jeder Anbieter nimmt nach Marktschließung seinen Erlös – abzüglich einer geringen Gebühr – entgegen. Unverkaufte Ware geht zurück.“

Kuriose Wühltische mit überraschenden Funden wie auf Flohmärkten gibt es hier nicht. Das listige Feilschen allerdings, das einen Basar zu dem macht, was er ist, auch nicht. Kaufhausflair dominiert. Hunderte Kunden schlendern durchs Warenhaus auf Zeit. Ob jemand früh morgens oder kurz vor Toresschluss kommt: Die Produkte sind stets picobello ausgelegt. Die Helferinnen arbeiten an Kassen, wo sich Schlangen geduldiger Käufer bilden, und im Verkauf. Sie beraten und falten Kleider nach der Begutachtung sorgsam zusammen. Ehrenamtlich, versteht sich. „Warum ich seit 17 Jahren dabei bin, zehn Jahre sogar Teamleiterin war? Es ist ein tolles Miteinander, Freundschaften entstanden“, sagt Bettina Schrader. Claudia König erklärt: „Jede hat ihre Aufgabe. Die eine betreut die Schuhabteilung, die andere die Kinderwagenabteilung.“ Am Morgen stehen zehn Wagen zum Verkauf. Nachdem sich frühmorgens die schwangeren Frauen und junge Muttis umgesehen haben, lichtet sich das Angebot rasch. „Ich freue mich, wenn Kunden fündig werden“, so König.

Lob fürs Team äußern am Samstag viele Besucher, während Kinder selbstvergessen ihr neues Spielzeug erproben. Stammkundin Ursula Krüger resümiert: „Tolle Auswahl, gut sortiert, nette Beratung.“ Und Kuchen gibt’s auch: Zwei neunte Klassen der MBS haben das Büfett so lecker arrangiert, dass kein Krümel übrig bleibt.

 

Bericht vom 15.09.2014 aus dem Echo Online